Häufige Fragen zum Elterngeld
Was ist Elterngeld
Elterngeld ist eine staatliche Leistung in Deutschland. Es soll Eltern dabei unterstützen, den Einkommensverlust nach der Geburt ihres Kindes auszugleichen, wenn sie ihre berufliche Tätigkeit ganz oder teilweise unterbrechen.
Wer kann Elterngeld erhalten?
Elterngeld können Mütter und Väter erhalten, die
- ihr Kind selbst betreuen und erziehen,
- mit dem Kind in einem Haushalt leben,
- in Deutschland wohnen oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hier haben,
- nach der Geburt nicht oder nur eingeschränkt arbeiten (maximal 32 Stunden)
- Alleine oder mit dem Partner weniger als 175.000€ zu versteuerndes Einkommen im letzten abgeschlossenen Kalenderjahr vor der Geburt verdient haben.
Können Ausländer Elterngeld bekommen?
Ja. Auch ausländische Staatsangehörige können Elterngeld erhalten, wenn sie
- in Deutschland leben und
- einen gültigen Aufenthaltstitel haben, mit dem sie eine Arbeitserlaubnis haben und sozialsteuerpflichtig sind.
Die genauen Voraussetzungen hängen vom Aufenthaltsstatus ab.
Welche Arten von Elterngeld gibt es?
Es gibt drei Formen:
- Basiselterngeld (Minimum 300€, Maximum 1800€)
- ElterngeldPlus (Minimum 150€, Maximum 900€)
- Partnerschaftsbonus/Bonusmonat (zählt wie ElterngeldPlus).
Voraussetzung: 24-32 Std/Woche Arbeiten. Soll den Wiedereinstieg in den Job erleichtern.)
Welche Variante sinnvoll ist, hängt stark von deiner/eurer beruflichen und familiären Situation ab.
Wie viel Elterngeld kann man bekommen?
Das BasisElterngeld liegt in der Regel zwischen 300€ und 1.800€ pro Monat.
Die genaue Höhe richtet sich nach dem durchschnittlichen Einkommen vor der Geburt.
Wie errechnet sich das Elterngeld?
Grundlage ist das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen vor der Geburt.
Davon werden je nach Einkommenshöhe etwa 65–67 % als Elterngeld ersetzt.
Es gibt Sonderregelungen, z. B. für Selbstständige, Mutterschutz oder Einkommensschwankungen.
Verwende den Elterngeld-Rechner, um dein voraussichtliches Elterngeld zu berechnen.
Muss man Elterngeld beantragen oder bekommt man es automatisch?
Elterngeld wird nicht automatisch gezahlt.
Du musst es aktiv beantragen, sonst erhältst du kein Elterngeld.
Wie und wo beantrage ich Elterngeld?
Der Antrag wird bei der zuständigen Elterngeldstelle deines Bundeslandes gestellt.
In vielen Bundesländern – z. B. Bayern – erfolgt der Antrag digital über ein Online-Portal.
Elterngeld kann man erst NACH der Geburt des Kindes beantragen. Den Antrag kann man allerdings vorab vorbereiten, um nach der Geburt möglichst wenig Arbeit damit zu haben.
Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?
Typische Unterlagen sind unter anderem:
- Geburtsurkunde des Kindes
- Einkommensnachweise vor der Geburt
- Steuerbescheide (bei Selbstständigen)
- Arbeitgeberbescheinigungen
- Angaben zu Mutterschutz und Elternzeit
Welche Unterlagen genau nötig sind, hängt von deiner Situation ab.
Darf ich arbeiten, während ich Elterngeld bekomme?
Ja, das ist möglich.
Während des Elterngeldbezugs darfst du bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten.
Das Einkommen kann jedoch Einfluss auf die Höhe des Elterngeldes haben.
Kann man Elterngeld bekommen, wenn man im Ausland lebt?
Grundsätzlich gilt: Elterngeld setzt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland voraus.
In bestimmten Fällen (z. B. Entsendung ins Ausland) kann dennoch ein Anspruch bestehen. Das ist immer eine Einzelfallprüfung.
Wann muss ich den Elterngeldantrag spätestens abgeben?
Rückwirkend ist das für 3 Monate möglich, deshalb sollte Elterngeld auf jeden Fall innerhalb von 3 Monaten nach der Geburt beantragt werden!
Wie wird das Elterngeld bei Selbstständigen berechnet?
Bei Selbstständigen ist in der Regel das letzte abgeschlossene Kalenderjahr vor der Geburt der Bemessungszeitraum. Zur Berechnung wird der steuerliche Gewinn verwendet. Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. bei Bezug von Mutterschaftsleistungen oder schwangerschaftsbedingter Erkrankung) kann ein früherer Zeitraum gewählt werden („Ausklammerung“). Bei Selbstständigen wird dabei direkt ein ganzes Kalenderjahr nach hinten geschoben.
Darf ich während des Elterngeldbezugs arbeiten?
Ja, eine Teilzeitarbeit von bis zu 32 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt ist erlaubt. Aber Vorsicht: Das Einkommen wird auf das Basis-Elterngeld angerechnet. Um Abzüge zu minimieren, ist hier das Elterngeld Plus oft die finanziell klügere Wahl, da der Deckelbetrag (der „Anrechnungsfreibetrag“) höher liegt.
Was passiert mit dem Elterngeld, wenn ich im Bemessungszeitraum krank war?
Wenn du aufgrund einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung weniger verdient hast oder Mutterschaftsgeld bezogen hast, können diese Monate auf Antrag ausgeklammert werden. In diesem Fall rutscht der Bemessungszeitraum weiter in die Vergangenheit, damit dein Elterngeld auf Basis deines „gesunden“ Einkommens berechnet wird.
Wie viele Monate Elterngeld stehen uns gemeinsam zu?
Wenn beide Elternteile Elterngeld beantragen und beide mindestens 2 Monate ihr Einkommen reduzieren, stehen euch insgesamt (statt 12) 14 Monate Basis-Elterngeld zu. Diese könnt ihr flexibel aufteilen, wobei ein Elternteil mindestens zwei und maximal zwölf Monate beziehen kann.
Kann ich Elterngeld und Mutterschaftsgeld gleichzeitig beziehen?
Nein, das geht leider nicht, da beide Gelder das gleiche Ziel haben: Die finanzielle Absicherung der Mutter nach der Geburt. Wenn du Mutterschaftsleistungen erhältst (die i.d.R. höher sind als das Elterngeld), werden diese Monate auf das Elterngeld „angerechnet“. Das bedeutet, dass dir dann entsprechend weniger Monate Elterngeld zustehen. Wenn du (wie üblich) 8 Wochen Mutterschaftsleistungen beziehst, bekommst du dann statt 12 nur noch 10 Monate Elterngeld.
Häufige Fragen zum Elterngeld-Guide (Video-Kurs)
Was genau ist der Elterngeld-Guide Video Kurs?
Der Elterngeld-Guide ist ein strukturierter Video-Kurs, der dich Schritt für Schritt durch den digitalen Elterngeld-Antrag führt – verständlich, alltagsnah und angepasst an deine Lebenssituation.
Brauche ich Vorwissen?
Nein.
Alle Inhalte werden einfach und verständlich erklärt.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Für werdende Eltern, die
- Elterngeld sicher beantragen möchten,
- Fehler vermeiden wollen,
- eine klare Anleitung statt langer Broschüren suchen.
Für welche Bundesländer ist der Kurs verfügbar?
Aktuell für Bayern.
Weitere Bundesländer werden Schritt für Schritt ergänzt
Wie lange habe ich Zugriff auf die Inhalte?
Du hast 12 Monate Zugriff auf alle Inhalte, Videos und Downloads.
Kann ich den Kurs schon vor der Geburt nutzen?
Ja, das ist sogar ideal.
Du bereitest den Antrag in Ruhe vor und reichst ihn nach der Geburt entspannt ein.
Bekomme ich persönliche Beratung?
Der Kurs ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
Er gibt dir jedoch die nötige Sicherheit und Struktur, um deinen Antrag korrekt auszufüllen.
Was passiert nach dem Kauf?
Nach dem Kauf erhältst du sofort Zugriff auf den Kurs und kannst direkt starten – in deinem eigenen Tempo.